Donnerstag, 24. September 2015

Niederbayern hautnah - die Dreiflüssestadt Passau

Passau ist eine Stadt in Niederbayern an der Grenze zu Österreich am Zusammenfluss der Flüsse Donau, Inn und Ilz. Erste keltische Siedlungen gab es schon in der La Tène-Zeit auf dem Altstadthügel. Die dort gelegene keltische Siedlung Bojodurum wurde im 1. nachchristlichen Jahrhundert von den Römern zerstört. Auf der Halbinsel zwischen Donau und Inn wurde das Kastell Batavis errichtet. Der Name stammt von den dort stationierten germanischen Söldnern vom Stamm der Bataver. Aus Batavis entwickelte sich allmählich der heutige Name Passau. Im Jahr 476 haben die Römer die Region verlassen.
Im Jahr 739 wurde Passau zum Bischofssitz. 1217 wurde die Stadt zum Fürstbistum. Das Kloster Niedernburg, das dem Bischof 1161 von Friedrich I. Barbarossa geschenkt wurde, wurde zum Sitz des Fürstbistums. Passau erhielt 1225 Stadtrechte verliehen.
Die Stadt wurde mehrmals von Überschwemmungen und Bränden heimgesucht. 1662 legte ein Brand die gesamte Stadt in Schutt und Asche. Italienische Baumeister bauten sie danach wieder auf und gaben der Stadt ihr heutiges südländisch anmutendes barockes Aussehen. Passaus Zeit als selbständiges Fürstentum endete mit der Säkularisation 1803, wodurch es zu Bayern kam. 1821 wurde die Stadt wieder Bischofssitz. Seit 1978 ist Passau Universitätsstadt.
Mit den 17974 Pfeifen und ihren 233 Registern gilt die Orgel im Passauer Stephansdom als größte katholische Kirchenorgel der Welt. Die Gesamtanlage der fünf Orgelwerke, die von einem Hauptspieltisch aus gemeinsam gespielt werden können, gilt als technisches Wunderwerk. Für Besucher aus der ganzen Welt ist die Domorgel ein "Muß" beim Aufenthalt in der Dreiflüssestadt.
Der Stephansdom in Passau ist die Mutterkirche des Donau-Ostens. Bereits um das Jahr 450 ist eine Kirche in der spätantiken Stadt Batavis bezeugt. Die Bischofskirche wird urkundlich erstmals 730 erwähnt und ist seit 739 Kathedrale der Diözese .
In den Monaten Mai und Juni 2013 kam es in der Stadt zu den schwersten Überschwemmungen seit fünfhundert Jahren, als am Pegel Passau/Donau die historische Marke von 12,89 m erreicht wurde. Die Trinkwasserversorgung musste vorübergehend eingestellt werden, an Schulen und der Universität setzte der Lehrbetrieb aus. Während und vor allem nach der Hochwasserkatastrophe ist die engagierte Hilfe der Passauer Universitätsstudenten zu erwähnen. Die von den Studenten gegründete und verwaltete Facebook - Initiative "Passau räumt auf" wurde im Jahr 2013 mit dem Deutschen Bürgerpreis ausgezeichnet.

Ich besuche die Stadt Passau sehr oft! Sie gefällt mir!
Ein paar Eindrücke seht Ihr in meinem Video - hoffe es gefällt Euch!
Bis bald - Euer Julchen

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